Unsere Angobote

  • STEEPTM  gem. § 27 Abs. 2 SGB VIII
  • SPFH - Sozialpädagogische Familienhilfe nach § 31 SGB VIII
  • AFT - Aufsuchende Familientherapie nach § 27 in Verbindung mit § 31 SGB VIII
  • Team- und Einzelsupervision, sowie Leitungssupervision für Träger der Jugendhilfe und andere Einrichtungen

STEEP™

Steps Toward Effective and Enjoyable Parenting

"Die Abwesenheit von Wärme und Einfühlungsvermögen ist das größte Risiko für Kinder"

(Prof. Dr. Martha F. Erickson)

 

Das STEEP™ - Programm wurde 1987 von Byron Egeland und Martha Erickson entwickelt und basiert auf der Bindungstheorie von John Bowlby. In Langzeitstudien wurde in den USA beobachtet, dass sich Kinder trotz hoher Risikofaktoren wie Armut, Gewalterfahrung oder Drogenkonsum der Eltern "ganz normal" entwickeln. Die Forscher sahen den Grund darin, dass all diese Kinder als Baby eine gute Beziehung zu ihren Eltern hatten.

STEEP™ ist ein Angebot, welches bereits im letzten Drittel der Schwangerschaft beginnen kann und sich an Mütter, die oft mit vielschichtigen Problemen konfrontiert sind, richtet. Kein Bildungsabschluss, ökonomische, biographische und soziale Probleme können in diesen Familien Risikofaktoren darstellen, die den feinfühligen, liebevollen Umgang mit dem Baby negativ beeinflussen. STEEP™ hat zum Ziel, die Bindung zwischen Mutter und dem Kind so aufzubauen und zu stärken, dass das unsichtbare Band zwischen ihnen einen Schutz des Kindes vor Vernachlässigung und Misshandlung bildet.

Das Frühinterventionsprogramm STEEP™ ist beim Modellprojekt Frühe Hilfen dabei und wird vom Familienministerium gefördert und vom Hamburger Senat seit 2004 finanziell als Forschungsprojekt unterstützt (geleitet von Prof. Dr. Gerhard Suess).

Eltern, die AugenBlicke e.V. speziell mit dem präventiven Hilfsangebot STEEP™ unterstützt, zählen häufig zu den „sozial Benachteiligten“ unserer Gesellschaft. Das sind die so genannten Multiproblemfamilien, die oft mit Armut, räumlich/familiärer Enge, Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum, psychischer Krankheit, schwierigem Temperament zu kämpfen haben. Risikofaktoren treten meist gehäuft auf und wirken aufeinander.


Der Übergang zur Elternschaft ist eine Zeit, in der eigene Überzeugungen und Wertvorstellungen auf den Prüfstand gestellt werden, Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft neu strukturiert und Erinnerungen an die eigene Kindheit wachgerüttelt werden.


Kinder, die schlecht behandelt wurden, haben als Erwachsene oft den großen Wunsch, eine heile Familie zu gründen. In ihrer Vorstellung und Fantasie entwickeln Eltern während der Schwangerschaft ein Bild von einem zufriedenen Baby und das sie selbst zufrieden und glücklich werden. Oft aber bleiben erschöpfte Väter und enttäuschte Mütter, die keine Zeit mehr füreinander und für ihre Bedürfnisse haben zurück.


Wenn Eltern sich mit ihrem eigenen Schmerz auseinander setzten und zu einer konstruktiven Lösung ihrer Kindheitskonflikte gelangen, werden sie wahrscheinlich eine sichere Bindung zu ihrem eigenen Kind entwickeln, unabhängig von der Qualität ihrer eigenen Kindheitserfahrungen und frühen Beziehungen.

SPFH

Sozialpädagogische Familienhilfe

„Wir glauben, dass Erziehung Liebe zum Ziel hat. Wenn Kinder ohne Liebe aufwachsen, darf man sich nicht wundern, wenn sie selber lieblos werden.“

(Astrid Lindgren)

 

Sozialpädagogische Familienhilfe ist ein Hilfeangebot für Familien mit mindestens einem Kind, deren Lebenssituation durch vielfältige psychosoziale Schwierigkeiten gekennzeichnet ist.
Manche Familien fühlen sich zeitweise in einem Strudel von Überlastung und Überforderung durch vielfältige und unterschiedliche Probleme.
Irgendwann stellen sie sich die Frage:“ Wie krieg ich das alles auf die Reihe?“

  • Beziehungsstörungen (Eltern/Kind, Partner)
  • Trennung oder Scheidung
  • soziale Benachteiligung, finanzielle Sorgen, Schulden
  • Gewalt und/oder Missbrauch
  • Sucht und Abhängigkeitserkrankungen
  • Chronische und psychische Erkrankungen
  • fehlende Bewältigungsstrategien zur Konfliktlösung
  • Kommunikationsstörungen
  • Konfliktverleugnung

Aufgrund dieser problematischen Situation können die Eltern ohne diese Hilfe das Wohl (Versorgung, Erziehung, Bildung) ihrer Kinder nicht mehr alleine gewährleisten.
Kinder können in Gefahr geraten, wenn Eltern ihre individuellen Konflikte und Lebensprobleme nicht zu lösen vermögen.
Familienhilfe heißt auch Kinderschutz. Kinderschutz heißt, Eltern und Kinder zu schützen. Eltern davor, dass sie an den Konflikten scheitern, Kinder davor, dass die Erwachsenen trotz der Konflikte in der Lage bleiben, gut genug mit ihnen umgehen zu können.
Unser Anliegen ist es, Familien in schwierigen Lebensphasen ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten, zu beraten und zu unterstützen, damit sie mit den täglichen Anforderungen besser umgehen können.

 

Einfühlungsvermögen und Kontinuität im Umgang mit ihren Kindern sind wichtige Grundlagen, die wir mit den Eltern erarbeiten.

Marte Meo

Möglichkeiten zur Entwicklung öffnen

Meine Mutter hatte einen Haufen Ärger mit mir, aber ich glaube, es hat ihr gefallen.

(Mark Twain)

 

Marte Meo ® ist der Name für eine Entwicklungs- und Kommunikationsmethode,
die mit Hilfe des Mediums Video Beratung und Unterstützung in unterschiedlichsten Kontexten ermöglicht.

Marte Meo wurde der römischen Mythologie entliehen und bedeutet sinngemäß „etwas aus eigener Kraft“ erreichen (on one’s own strenght). Entwickelt wurde die Methode von der Holländerin Maria Aarts.

Im Zentrum der Marte Meo-Methode steht die Nutzung des Mediums Video, mit dessen Hilfe Ratsuchende eine besondere „Einsicht“ in die eigene Lebenssituation und die darin enthaltenen Stärken erhalten.

AFT

Aufsuchende Familientherapie

 

„Genau wie das Schicksal eines Seemannes davon abhängt, dass er etwas über den Eisberg unter Wasser weiß, so hängt das Schicksal einer Familie davon ab, ob Gefühle, Bedürfnisse und Verhaltensmuster verstanden werden, die hinter den täglichen familiären Geschehnissen liegen.“

(Virginia Satier)


Systemische Beratung und Therapie gehen davon aus, dass Auffälligkeiten, Symptome und Krisen im System Familie nicht einzelnen Familienmitgliedern zuzuschreiben sind, sondern im Kontext der Familie einen Sinn ergeben - oft dem Erhalt der Familie dienen. Die Aufsuchende Familientherapie macht diese Zusammenhänge transparent und greift mit differenzierten Methoden ein, um ressourcenorientiert - aufbauend auf bereits gefundenen Lösungsmöglichkeiten - Veränderungen anzuregen. Das Symptom verliert an Bedeutung, die Struktur der Familie organisiert sich in einem dynamischen Prozess neu.


Die Familie lernt im Beratungskontext aus eigener Kraft die Anforderungen zu bewältigen, die sich aus familiären Entwicklungsprozessen ergeben.
Systemisches Arbeiten bedeutet, auch das Lebensumfeld der Familie, d. h. alle involvierten Systeme wie beispielsweise Jugendamt und Schule mit ihren Rollen und Bedeutungen in die Arbeit einzubeziehen.


Die Aufsuchende Familientherapie verfolgt den Ansatz die Familie zu Hause am Ort authentischer Interaktion anzutreffen, wo Beziehungen unmittelbar beobachtet und gegebenenfalls sofort interveniert werden kann. Neben den Beziehungen der Familienmitglieder zueinander, stehen auch  häufig die Regeln und Grenzen für das familiäre Zusammenleben im Zentrum der Therapie bzw. Beratung. Mit diesem aufsuchenden Ansatz soll die Schwelle der Inanspruchnahme therapeutischer Hilfen gesenkt werden.

EB Erziehungsbeistandschaft

Hilfe für das Kind

"Jeder Mensch ist eine kleine Gesellschaft."
(Novalis)

BU Begleiteter Umgang

Umgangsbegleitung bei getrennt lebenden Eltern oder Pflegekindern

 

„Meistens hat, wenn zwei sich scheiden, einer etwas mehr zu leiden.“

Wilhelm Busch


Begleiteter Umgang ist eine spezielle Form der Unterstützung und der Förderung des Kontaktes zwischen einem Kind und dem nicht mit ihm zusammenlebenden wichtigen Menschen. Das kann z.B. Vater, Mutter, Geschwister, Großeltern oder sozialen Eltern (Beteiligte) sein.

Begleiteter Umgang ist sinnvoll bei hohem Konfliktpotential der Beteiligten, bei schweren Loyalitätskonflikten des Kindes, bei der Erstanbahnung des Kontaktes zwischen dem Kind und einem Beteiligten, bei Elternentfremdung und bei starken physischen oder psychischen Beeinträchtigungen eines oder mehrerer Beteiligter.

Während des Begleiteten Umgangs unterstützt die UmgangsbegleiterIn die Anbahnung und Entwicklung positiver förderlicher Kontakte zwischen dem Kind und den Beteiligten. Gemeinsame Gespräche der Beteiligten, z.B. Mutter und Vater, im Beisein einer BeraterIn sind in der Regel sinnvoll und notwendig, um zu einer Verselbstständigung der Umgangskontakte zu kommen.

Der Begleitete Umgang kann auch in Form einer begleiteten Übergabe stattfinden. Dies ist in der Regel bei aktuell hochstrittigen Fällen sinnvoll. Die UmgangsbegleiterIn  übernimmt in diesen Fällen nur das Holen und Bringen des Kindes oder ist bei der Übergabe des Kindes direkt anwesend.

Supervision

Gezielte Beratung in beruflichen Fragen


„Die Lösung ist immer einfach, man muss sie nur finden.“ 

(Alexander Solschenizyn)

 

Supervision dient prinzipiell dazu, die Qualität der Arbeit zu sichern bzw. zu erhöhen. Sie führt zu Entlastung und Austausch, fördert Problemlösungen, den Erwerb von Kompetenzen und einen kreativen Umgang im Team.

  • Die Einzelsupervision/Coaching ist eine intensive und vertrauliche Form der professionellen sowie persönlichen Weiterentwicklung
  • Die Fallsupervision ist klientenbezogen und dient der Verbesserung der Fachkompetenz und Qualitätssicherung
  • Die Teamsupervision hat das Ziel, die Aufgaben aller Mitglieder genau zu definieren, Abläufe zu verbessern und Arbeitsbeziehungen zu klären
  • Die Gruppensupervision bietet durch ihre besondere Vielfalt den Raum, die gegenseitige Kompetenz zu nutzen – eine Impulsgebung für neue Sicht- und Verhaltensweise

Mein fachliches Handeln basiert auf einem ganzheitlichen Menschenbild mit systemischem Blickwinkel. Das Ziel meiner Arbeit liegt in der Erweiterung von Ressourcen und Lösungen.

Mein fachliches Handeln basiert auf einem ganzheitlichen Menschenbild mit systemischem Blickwinkel. Das Ziel meiner Arbeit liegt in der Erweiterung von Ressourcen und Lösungen.

 

Trauma

Arbeit mit traumatisierten Menschen

 

"Wirkliche Freiheit besteht darin, zwischen Reiz und Reaktion einen Moment inne zu halten, um die Reaktion selbst zu bestimmen."
(Rollo May)

In Abgrenzung zu schweren und belastenden Lebensereignissen kann eine traumatische Situation von dem betroffenen Menschen nicht mehr im Rahmen seiner üblichen Anpassungs- und Bewältigungsstrategien gelöst werden. Es ist daher ein Ereignis oder eine Lebenssituation, die von absoluter Unabsehbarkeit, Heftigkeit und Ausweglosigkeit geprägt – das übliche Selbstwirksamkeits- und Verarbeitungsvermögen außer Kraft setzt.

Das Thema Trauma ist in der Öffentlichkeit in den letzten Jahren aufgrund aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse immer präsenter geworden. Hierzu gehören die Bereiche der:

  • Neurobiologie
  • Bindungsforschung
  • Psychotraumatologie

Es gibt einen Paradigmenwechsel in der Arbeit mit traumatisierten Menschen:

  • Auf der Handlungsebene rücken stabilisierende und ressourcenorientierte psychotherapeutische Ansätze in den Vordergrund
  • Ein neues Symptomverständnis (Psychische Störungsbilder, wie Ängste, Depressionen oder Anpassungsstörungen werden nicht mehr ausschließlich als Ausdruck und Folge neurotischer Fehlentwicklung gesehen, sondern real traumatischen Hintergrunderfahrungen zugeordnet.
  • Haltungswechsel: Mensch und Symptomatik. Symptome nach einem traumatischen Ereignis sind nicht pathologisch zu interpretieren, sondern als eine ganz normale Reaktion – auf ein unnormales Ereignis.

Den traumatisierten Menschen gibt es nicht!

  • Wir müssen in respektvoller Haltung der Einmaligkeit jeder Biographie gegenüber bleiben und überprüfen ob und welche der definierten Trauma orientierten Handlungsansätze für einen Menschen hilfreich sind.
  • Neben einer hohen Verletzlichkeit gegenüber traumatischen Ereignissen, ist der Mensch zugleich mit guten Selbstheilungs- und Selbstaktualisierungspotentialen ausgestattet.
  • Wucht der Belastungen steht in Abhängigkeit zu den jeweiligen persönlichen und sozialen Schutzfaktoren und resilienten Kräften
  • Wichtig für die Arbeit mit traumatisierten Menschen sind fließende interdisziplinierte Übergänge
  • Hohes Maß an Flexibilität
  • Hohe Transparenz
  • Radikale Akzeptanz individueller Entwicklungslogiken
  • Das Wiederherstellen von Würde durch Wertschätzung, Verständnis und Wahrung von Rechten ist ein zentrales Ziel.

Therapie

Heidi Rosenfeld - Beratung und Therapie in belastenden Lebensphasen

"Du kannst die Wellen nicht aufhalten, aber du kannst lernen sie zu surfen!"
(Prof. Jon Kabat-Zinn)

Es gibt viele unterschiedliche Gründe, eine Therapie anzufangen. Einige Menschen kommen in einer Krise zu mir und andere wollen sich selber oder ihre Verhaltensweisen besser verstehen. 

Jede Therapie läuft anders und die Menschen, die zu mir kommen bestimmen ihr Ziel, den Weg dorthin und die Vorgehensweisen. Ich unterstütze dabei begleite Sie und gebe Anregungen.

Sie kommen mit einem Thema, einem Anliegen. Etwas lässt Sie unzufrieden, besorgt, raubt Ihnen Energie oder hält Sie von Ihrem Glück ab. Sie erzählen mir darüber und ich stelle Fragen dazu, um mir ein deutliches Bild von Ihrem Anliegen zu machen. Wir begeben uns auf eine gemeinsame Entdeckungsreise.

Während dieses Prozesses, achte ich genau auf Sie und Ihre Grenzen. Sie entscheiden womit und in welcher Intensität Sie arbeiten möchten.

Nach und nach nimmt die Klarheit zu: Was brauchen Sie im Moment, welches ist  Ihr jetziges Bedürfnis, Ihre Sehnsucht...?

Was hält Sie von dieser Sehnsucht ab? Welche Ängste und Verstrickungen hindern Sie vielleicht?

Ich biete unterschiedliche Therapiemethoden an und wir finden gemeinsam den passenden Mix aus:

  • Systemischer Therapie
  • Traumatherapie
  • Ego State Therapie
  • Hypnotherapie
  • EMDR

Mein Schwerpunkt ist die Arbeit mit traumatisierten Menschen.

Die Abrechnung der Therapie erfolgt nicht über die Krankenkassen, sondern ist nur für Privatzahler.

Kontakt: 0151 55104991 oder heidi.rosenfeld@augenblicke-ev.de

 

 

 

Diagnostik

Entwicklungsdiagnostik und Fremde Situations Test (FST)

Eine Vielzahl, der vom Träger betreuten Eltern waren als Kinder selbst familiären und individuellen Belastungen ausgesetzt und leiden heute im Erwachsenenalter an deren Auswirkungen. Jetzt selbst Eltern, möchten sie zumeist verhindern, dass sich diese Auswirkungen auf ihre Kinder übertragen. Nicht immer lässt sich das vermeiden und ihre Kinder stehen vor der Herausforderung, mit diesem transgenerationalen Erbe umzugehen. Daraus resultieren häufig schon im frühen Kindesalter eigene Belastungen, die sich auf ihre Entwicklung und ihr Bindungsverhalten niederschlagen.

Um Entwicklungsauffälligkeiten frühzeitig erfassen zu können, hat sich die Überprüfung von Grenzsteinen der Entwicklung (Michaelis Niemann, 2010) etabliert. Als Grenzsteine werden Fertigkeiten bezeichnet, die für eine ungestörte Entwicklung zu einem bestimmten Lebensalterszeitpunkt erworben sein sollten.

AugenBlicke e.V. kann nach Bedarf und Anfrage durch die zuständigen Jugendämter eine Entwicklungsdiagnostik – den ET 6-6-R 2 – durchführen. Bei Kindern von 6 Monaten – 6 Jahren wird in folgenden Bereichen getestet:

-       Körpermotorik

-       Handmotorik

-       Kognitive Entwicklung

-       Sprachentwicklung

-       Sozial-emotionale Entwicklung

-       Untertest Nachzeichnen

 

Des Weiteren bietet der Träger hamburgweit den Fremde Situations Test (FST) an. Ein in der Bindungsforschung eingesetzter Test, um die Qualität der Bindung eines Kindes zu seiner Mutter oder seinem Vater zu messen. Es werden sichere und unsichere Bindungsqualitäten auf Seiten des Kindes unterschieden.

Diese Messung der Bindungsqualität nach Mary Ainsworth wird bei Kindern durchgeführt, die etwa 12 bis 20 Monate alt sind. Der Test läuft in insgesamt 8 Phasen ab, in denen das Kind in kurzen Zeitintervallen in einer fremden Umgebung, mit einer fremden Person, sowie zwei Trennungen von der Mutter/Vater konfrontiert wird.

Die Auswertung der Fremden Situation erfolgt durch eine Einschätzung der beiden Reunionsphasen (Wiedervereinigungsszenen) auf vier 7-stufigen Skalen: Nähe suchen, Kontakt halten, Widerstand gegen Körperkontakt, Vermeidungsverhalten.

Beide Testungen können dazu beitragen, die sozialpädagogische Betreuung passgenauer zu gestalten, mögliche weiterführende Unterstützung zu etablieren und ev. langfristige Auffälligkeiten oder Schädigungen frühzeitiger zu erkennen.